Auf Wieprza zur Ostsee

Die Lage:

Die Wieprza (dt. die Wipper) entspringt von einem kleinen Białe-See in der Nähe vom Dorf Głodowo (dt. Gladdow) auf dem Bytowski Seegebiet.  Sie fließt durch die Polanowska Höhe und Słupska Ebene. In die Ostsee fließt sie in Darłówek hinein. Das ist eine der schönsten Routen von Pommern. Sie wird selten befahren und dadurch unentdeckt und geheimnisvoll.

Flussdaten:

Flusslänge: 130 km
Länge der Strecke: 95 km oder 115 km
Dauer der Tour:  5-6 Tage

Schwierigkeitsgrad:

Die Route ist ziemlich schwer; gut wenn der Leiter Erfahrung hat. Lästig sind vor allem Umtragen bei Kraftwerken und Wassermühlen, und zahlreiche liegende Bäume.

Campverhältnisse:

Die touristische Infrastruktur an der Wieprza ist schwach entwickelt. Außer einem Parkplatz im Wald in Broczyn gibt es keine gut vorbereiteten Biwakplätze. Die meisten Biwakplätze sind wild, was zweifellos den Fluss attraktiv macht. Obwohl die Wieprza Sławno durchquert, ist der Ort für die Paddler nicht gastfreundlich.

Beschreibung der Route:

Die Wieprza gehört zu Pommerns schönsten Flüssen – sie ist wild, malerisch gelegen, es gibt zahlreiche Stromschnellen. Sie bietet ein tolles Paddelabenteuer im Grünen. Hier finden Sie keine organisierten Zeltplätze, herrliche Campingplätze, sondern Nähe der Natur, ans Flussufer kommende Tiere, wilde Biwakplätze, Stille und Ruhe. Wenige Paddeltouren verursachen, dass Sie sich hier wirklich erholen. Als Belohnung für Schwierigkeiten auf der Wieprza kann man die Paddeltour am Strand in Darłówek beenden – es ist ein tolles Erlebnis, am Hafen vorbeizufahren.
   Wir schlagen zwei Plätze vor, von denen man die Tour beginnen kann. Der erste Platz ist im Ort Trzebielino (dt. Treblin), hier kann man Kajaks auf dem rechten Zufluss- Fluss Pokrzywna  an der Brücke von der Straße Trzebielino – Poborowo flößen. Auf dieser Etappe dauert die Tour 1Tag länger (ca.  18km) Die Pokrzywna fließt ziemlich rasch, man braucht nicht zu viel zu paddeln, man kann sich der Strömung unterordnen und die Schönheit der umgebenden Natur genießen. 
   Pokrzywna verbindet sich mit Wieprza an einer kleinen Wiese. Die Wieprza befahren wir noch ca. 5km und legen zum ersten Mal im Ort Broczyna an. In Broczyn an der Straßenbrücke befindet sich der andere Platz, von dem wir unser Abenteuer auf der Wieprza beginnen können – das ist der Parkplatz Mnich.  Von hier aus gibt es zur Mündung 93km, die Tour dauert also 4 Tage. 
   Der Fluss fließt zuerst durch schöne Laubwälder, dann bezaubert uns der Anblick auf Kiefern und Fichten, die vom Teppich aus Heidekraut und Blaubeerensträuchern emporwachsen. 
   Unsere sorglose Tour wird durch das erste Umtragen in einem kleinen Dorf Biesowice (dt. Beßwitz) gestört, wo wir zu Fuß an einem Kraftwerk vorbeigehen müssen. 3 km weiter wartet auf uns das zweite Umtragen im Dorf Kępka (dt. Kampmühle) – hier muss man wieder ein Kraftwerk umgehen. 
   Weitere 3 km führen uns zum Ort Kępice- hier wartet auf uns ein längeres Umtragen 500 m, das nächste Kraftwerk auf unserer Route -  es ist sehr lästig voll gepackte Kajaks zu schleppen, es ist besser, den Transport von Einheimischen zu benutzen. Hier können wir nach der Übernachtung suchen. Am nächsten Tag gelangen wir zu Sławno (dt. Schlawe) – es wäre besser, die Übernachtung vor oder hinter der Stadt zu finden. 
   Die Wieprza umfließt Sławno von der rechten Seite, zum Zentrum führt jedoch der Mühlekanal, der einen schön bewirtschafteten Park durchquert. Der Kanal verbindet sich mit der Hauptströmung hinter der Stadt – sowohl der erste als auch der zweite Arm ist schiffbar nur, wenn man den Stadtkanal wählt, muss man auf die Flussschwelle bei der alten Mühle aufpassen, dort die Kajaks besser leer flößen lassen. 
   Bei dem Ort Tyn (dt. Thyn) fängt der schönste Teil von der Route an. Die Wieprza fließt hier in Biegungen, wird enger und schneller. Bei Darłowo (dt. Rügenwalde) gabelt sich der Fluss.  Wir wählen den rechten Arm und hier bei der Hauptstraße können wir unsere Tour beenden oder weiter zur See fahren. 
   Nach dem Umtragen der Kajaks in den Hafenkanal muss man Hafenamt anrufen und die Erlaubnis besorgen um in den Hafen und in die See einfahren zu können. Am Ende des Hafens kann man nach links oder rechts fahren und die Tour auch auf dem Strand in Darłówko (dt. Rügenwaldermünde) beenden..

Touristische Attraktionen:

  • die alte Betonbrücke mit den Wappen der preußischen Adligen in Biesowiczki (dt. Beßwitzer Glashütte)
  • 
das neogotische Schloss in Biesowice (dt. Beßwitz)
  • 
das Wasserkraftwerk in Biesowice (dt. Beßwitz)
  • 
das Wasserkraftwerk in Kępice ( dt.Hammermühle)
  • 
das Reservat der Wasservögel „Janiewickie Bagno"
  • 
Sławno (dt. Schlawe) – die älteste Stadt in der Region
  • 
die Basilika der Himmelfahrt aus dem Jahr 1321 in Sławno
  • 
zwei gotischen Tore aus dem XV Jh.
  • 
das Denkmal „Christus kommt in Sławno an“ von Eugen von Zitzewitz
  • 
die Wassermühle aus dem XIX. Jh. in Sławno
  • 
die gotische Kirche in Stary Kraków (dt. Alt Krakow)
  • 
die gotische Burg der Prinzen von Westpommern aus dem XVI. Jh., dort ist auch ein Museum
  • 
Schiebebrücke über dem Hafenkanal in Darłówko
  • 
die alte Wassermühle in Darłówko, die heute in ein Wasserkraftwerk umgewandelt wurde
  • 
die Bahn, die in der Sommersaison zwischen Darłowo und Darłówko fährt
  • 
Katamaranfahrten aus Darłowo nach Nekso auf der Insel Bornholm
  • 
der Wasserpark in Darłówko
  • 
Jährliches Internationales Treffen der Militärfahrzeuge in Darłówko, das in dem letzten Wochenende vom Juni stattfindet


Die empfohlene Strecke:

  1. Trzebielino (dt. Treblin) - Broczyna (dt. Brotzen)- 18 km
  2. Broczyna - Kępice - 20 km
  3. Kępice - Sławno - 24 km
  4. Sławno – Mazów (dt.Meitzow) - 22 km
  5. Mazów (dt.Meitzow) - Darłowo - 27 km